Leberbalsam (Ageratum houstonianum)

Gewöhnlicher Leberbalsam

Der Leberbalsam (Ageratum houstonianum) wird in Mitteleuropa zumeist nur als einjährige Balkonpflanze oder Beetblume kultiviert. Es handelt sich bei der aus Mittelamerika (Mexiko, Guatemala, El Salvador) stammenden Pflanze aber um einen mehrjährigen Halbstrauch. Bei älteren Exemplaren verholzen die Triebe im unteren Bereich. So wie sich das auch bei einigen Salbeiarten beobachten lässt.

Leberbalsam Ageratum houstonianum
Der Leberbalsam (Ageratum houstonianum) in einem Beet. Die roten Blüten gehören zu einem Feuersalbei (Salvia splendens).

Botanisch eingeordnet ist Ageratum houstonianum in die Familie der Korbblütler (Asteraceae). Verwandtschaftliche Verhältnisse bestehen zum heimischen Wasserdost und zu Stevia rebaudiana, dem Süßkraut.

Seine blau, lila, rosa oder weiß gefärbten Blüten zeigt der Leberbalsam vom Frühsommer bis zum ersten Frost. Er kann bis zu 60 Zentimeter hoch werden.

Gewoehnlicher Leberbalsam
Eine violett blühende Sorte des Leberbalsams. Die Blüten der Wildform sind etwas kleiner und heller.

Der Gewöhnliche Leberbalsam im Beet

Ageratum houstonianum kann halbschattig bis sonnig gepflanzt werden. Der Boden sollte gleichmäßig feucht humos sein. Was der Zusammensetzung von handelsüblicher Kübelpflanzenerde entspricht.

Wer ihn mehrjährig kultivieren möchte, muss ihn vor dem ersten Nachtfrost im Haus platzieren.

Ageratum houstonianum
Dass Ageratum houstonianum von vielen bestäubenden Insekten angeflogen wird, konnte ich nicht beobachten. Aber Blattläuse scheinen sich auf ihm wohlzufühlen. Bei dem orangefarbenen „Knubbel“ handelt es sich nämlich um die Puppe eines Marienkäfers.