Maiglöckchen (Convallaria majalis)

Das Maiglöckchen (Convallaria majalis) dürfte zu den populärsten bei uns heimischen Wildstauden zählen. Es wird in Sorten angeboten und ist auch rosa blühend oder mit gestreiften Blättern zu erhalten. Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Europa bis in den Kaukausus.

Das Maiglöckchen teilt sich seinen Lebensaraum mit dem Bärlauch. Wie sich die beiden Pflanzen unterscheiden lassen, beschreibe ich hier.

Maigloeckchen

Maiglöckchen (Convallaria majalis) Pflege

Standort: Absonnig bis halbschattig, Morgen-/Abendsonne
Boden: Gleichmäßig bis mäßig feucht, Humus, sandig-lehmig
Düngen: Komposterde, Teichwasser
Winterhart: bis -40 °C ohne Schutz

Standort: Am schönsten entwickelt sich das Maiglöckchen an einem absonnigen bis halbschattigen Standort, ohne pralle Mittagssonne. Es kommt auch im Schatten zurecht, kann sich dort aber blühfaul zeigen.

Ein sonniges Pläzchen wird ebenfalls vertragen, dort können die Blätter ausbleichen, was ab dem Hochsommer nicht besonders schön aussieht.

Es kann auch zum Unterpflanzen von Bäumen und Sträuchern verwendet werden. Gut zur Geltung kommt es, wenn ihm viel Platz zur Verfügung steht, sodass es sich flächig ausbreiten kann.

Maigloeckchen im April
Maiglöckchen im April, kurz vor dem Öffnen der Blüten.

Boden: Convallaria majalis wächst in jedem Boden, der nicht dauerhaft unter Wasser steht oder rein mineralisch ist.

Ideal ist eine durchlässige und humose Mischung, die etwas Lehm und Sand enthält. Der Humus lässt sich in Form von Komposterde einarbeiten.

Gießen: Die ersten Wochen nach dem Pflanzen muss regelmäßig gegossen werden. Anschließend darf der Boden zwischen den Wassergaben an-, aber nicht durchtrocknen.

Düngen: Der Nährstoffbedarf des Maiglöckchens ist mittelhoch. Als Dünger eignet sich Komposterde, die alle zwei bis drei Jahre auf das Beet kommt. Falls vorhanden, kann auch mit Teichwasser gegossen werden.

Den besten Dünger liefert ein gesunder und lebendiger Boden. Dafür müssen ausreichend Pflanzenteile im Beet verrotten dürfen, den Rest erledigt die Natur.

Maigloeckchen im Herbst
Im September vertrocknen die Blätter des Maiglöckchens.

Schneiden: Die Blätter können im Herbst abgeschnitten werden, wenn sie vertrocknet sind. Sie können im Beet bleiben, oder dürfen auf den Kompost kommen. Das Maiglöckchen ist zwar giftig, seine Inhaltsstoffe werden durch das Kompostieren aber zerstört.

Überwintern: Convallaria majalis ist in unseren Breiten ausreichend winterhart und kann ohne Schutz überwintert werden.

Maigloeckchen Beere
Die Beeren des Maiglöckchen sind giftig. Die Samen können im September geerntet werden.

Steckbrief

Die Gattung Convallaria beinhaltet ungefähr 3 Arten und zählt zur Unterfamilie Nolinoideae innerhalb der Spargelgewächse (Asparagaceae). Die Maiglöckchen sind entfernt mit dem Spargel und etwas näher mit den Sansevierien, die seit geraumer Zeit zur Gattung der Drachenbäumen (Dracaena) zählen, verwandt.

Convallaria majalis
Die heimische Wildform von Convallaria majalis.
Convallaria majalis Striata
Das gestreifte Maiglöckchen (Convallaria majalis „Striata“) hat sich bei mir als extrem blühfaul erwiesen. Im Garten sowie als Topfpflanze auf dem Balkon.
Convallaria majalis Rosea
Convallaria majalis „Rosea“ unterscheidet sich von der Wildform durch hellrosa Blüten.