Rosmarin: Pflege im Garten oder als Kübelpflanze

Salvia rosmarinus (Syn. Rosmarinus officinalis)

Beim Rosmarin (Salvia rosmarinus) handelt es sich um einen immergrünen Strauch. In unseren Breiten ist er jedoch nur bedingt winterhart. Wie viele Minusgrade er verträgt, hängt von der jeweiligen Sorte ab. Viele Sorten überstehen Temperaturen bis etwa -10 °C. Neuere Züchtungen sollen auch mit -15 °C zurechtkommen.

Sicherer ist die Kultur im Topf oder Kübel mit frostfreier Überwinterung.

Rosmarin im Topf
Rosmarin als Topfpflanze.

Rosmarin: Basisinfos

Standort Ideal sind Standorte, die dem Rosmarin für mindestens drei Stunden täglich direktes Sonnenlicht bieten. Je sonniger der Rosmarin steht, desto besser wächst er.

Mit lichtem Halbschatten kann er ebenfalls zurechtkommen, wenn er dort gelegentlich einen Sonnenstrahl erhascht.

Boden/Erde: Durchlässig, mit Sand oder Kies versetzt, torffreie Gemüse- und Kräutersubstrate.

Gießen: Von Frühjahr bis Herbst gleichmäßig bis mäßig feucht halten, im Topf durchdringend gießen.

Düngen: Mäßig, mit etwas Komposterde oder organischem Gemüsedünger.

Rosmarin im Kübel

Für Regionen mit sehr kalten Wintern empfiehlt sich die Kultur im Kübel und das geschützte Überwintern in der Garage oder im Keller. Kriechend wachsende Sorten eignen sich auch für Balkonkästen.

Damit sich kein Regenwasser staut, sollte Topf oder Kübel nicht dauerhaft in einem Untersetzer stehen. Ins Freie kommt der Rosmarin erst, wenn keine stärkeren Fröste unter -5 °C mehr zu erwarten sind.

Substrat

Das Substrat darf durchlässig sein und mineralische Bestandteile wie Sand oder feinen Kies enthalten. Bei meinen Pflanzen hat sich eine Mischung aus Gemüseerde und Sand im Verhältnis 3:1 bewährt.

Auch handelsübliche Kübelpflanzen- oder Kakteensubstrate sind geeignet. Sie enthalten jedoch häufig mineralische Langzeitdünger. Kräuter- und Aussaaterden wurden zumeist organisch vorgedüngt.

Rosmarin gießen
Der Topfballen darf zwischen den Wassergaben zu ungefähr 80 % seiner Höhe antrocknen.

Gießen

Während der Wachstumszeit von Frühjahr bis Herbst wird durchdringend gegossen. Sodass sich die Erde vollständig mit Wasser vollsaugt und bis zur nächsten Wassergabe gut antrocknet aber nicht austrocknet.

Während der heißen Sommertage und an sonnigen Standorten ist der Wasserbedarf höher als im Frühjahr oder Herbst.

Wenn im Sommer für einige Zeit Wasser im Untersetzer stehen bleibt, schadet das nicht. Während der kühlen und kalten Wochen im Frühjahr, Herbst und Winter sollte Staunässe aber vermieden werden. Ideal ist jetzt eine leicht feuchte Erde.

Düngen

Auch im Topf ist der Nährstoffbedarf von Rosmarin gering bis mäßig. Von April bis September reicht eine Gabe organischen Flüssigdüngers alle 4 bis 8 Wochen.

Mit dem Düngen sollte frühestens ein Jahr nach dem Kauf oder Umtopfen begonnen werden, da handelsübliche Substrate bereits vorgedüngt sind.

blühender Rosmarin

Überwintern

Die Überwinterung erfolgt kühl bei Temperaturen zwischen 0 und 10 °C. Da der Rosmarin in dieser Zeit kaum wächst, reicht ein halbschattiger bis schattiger Standort aus.

Die Erde wird nur leicht feucht gehalten. Gegossen wird sparsam und in kleinen Mengen. Dauerhaft nasses Substrat in Verbindung mit niedrigen Temperaturen kann zu Wurzelfäule führen.

Rosmarin schneiden

Schneiden

Rosmarin kann ganzjährig geschnitten werden. Bewährt hat sich ein Rückschnitt im Herbst auf etwa 10 Zentimeter Höhe.

Rosmarin im Garten

Rosmarin im Garten

Soll Salvia rosmarinus ganzjährig im Garten wachsen, darf der Boden nicht zu nährstoffreich sein. Am besten gedeiht er in mageren, gut durchlässigen Böden, in denen Wasser rasch versickern kann. Das schützt die Pflanzen vor zu viel winterlicher Nässe.

Geeignet ist eine Mischung aus Komposterde, feinem Kies und Sand im Verhältnis 1:1:1.

In den ersten Wochen nach dem Pflanzen wird regelmäßig gegossen. Angewachsene Exemplare überstehen auch kürzere Trockenphasen.

Als Düngung genügt eine dünne Schicht Komposterde im Frühjahr.

Rosmarin Strauch
Diesen etwas über einen Meter hohen Rosmarinstrauch hatte ich für einige Jahre im Garten.