Orchideen düngen

Wann, wie häufig und in welcher Menge Orchideen gedüngt werden können, richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der jeweiligen Art oder Sorte. Also an welchen Lebensraum sie sich angepasst haben.

Arten die in der Erde wachsen, gelangen naturgemäß an mehr Nährstoffe als Epiphyten, die ihren Flüssigkeitsbedarf über den Regen oder Tau decken.

Unter den Epiphyten befinden sich übrigens einige Spezialisten, deren Wurzeln auf zuviel Dünger empfindlich reagieren können.

Basisinfos
  • Gedüngt wird nur wenn sich die Pflanzen im Wachstum befinden. Bei den meisten Arten ist das in unseren Breiten zwischen April und September.
  • Im ersten Jahr nach dem Kauf oder Umtopfen ist keine Düngung erforderlich. Fertigsubstrate für Zimmerpflanzen, Kräuter, Gemüse und Orchideen sind vorgedüngt.
  • Auch bei Orchideendünger reicht häufig die Hälfte der vom Hersteller angegebenen Konzentration.
  • Grün- oder Blühpflanzendünger kann ebenfalls verabreicht werden, in niedriger Konzentration. Also in nur 20 bis 40 % der auf der Verpackung angegebenen Menge.
  • Orchideen oder Topfpflanzen sterben nicht, wenn sie nicht regelmäßig gedüngt werden.

Tipp

Dünger Granulat organisch

Organisches Dünger-Granulat

Ich verwende für alle meine Topfpflanzen nur organische Dünger. Entweder in Form von Granulat, das auf die Erde gelegt wird oder als Flüssigdünger für meine Epiphyten oder Kakteen die in Bimskies wachsen.

Düngemittel

Blumendünger

Verschiedene „Blumendünger“: Flüssigdünger für Grün-/Blühpflanzen (grün), organischer Flüssigdünger für Gemüse (braun), Stäbchen (grau), Granulat (weiß) und gedüngte Pflanzenschutzstäbchen (türkis).

Epihytisch wachsende Orchideen düngen

Epiphyten sind an das Überleben in nährstoffarmen Regionen angepasst. Das gilt nicht nur für Orchideen, sondern auch für aufsitzend wachsende Bromelien oder Farne.

Sie können auf zu hohe Düngerkonzentrationen empfindlich reagieren. Meistens kommen sie mit 4- bis 8-wöchigen Gaben in der halben oder einer noch geringeren Konzentration zurecht.

Zum Düngen eignen sich flüssiger Orchideendünger, Flüssigdünger für Zierpflanzen sowie organische Flüssigdünger für Kräuter und Gemüse.

Terrestrische Orchideen düngen

Auch die in Erde wachsenden Orchideenarten kommen mit weniger Nährstoffen aus, als es so manchem Düngemittelhersteller lieb sein dürfte.

Werden sie in Blumenerde oder einem ähnlichen Substrat gepflegt, dann wird mit dem Düngen frühestens ein Jahr nach dem Umtopfen begonnen. Diese Mischungen enthalten ausreichend Nährstoffe und sind vorgedüngt.

Anschließend kann von April bis September jede 4. bis 8. Woche Flüssigdünger gegeben werden. Langzeitdünger wie Granulat, Pellets oder Stäbchen können im Frühjahr und Sommer in den Topf kommen.

Goodyera repens

Das Kriechende Netzblatt (Goodyera repens) ist eine heimische Art. Sie wächst terrestrisch (im Boden).

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