Radicchio

Cichorium intybus var. foliosum

Radicchio

Radicchio in Schneckenringen im Beet. Bei den rotblättrigen Pflanzen handelt es sich vermutlich um die Sorte „Rosso di Treviso“.

Anzucht & Anbau
  • Aussaat: ab Ende März im Haus, ab Mai im Garten
  • Abstand: 5 Zentimeter als Pflücksalat, 30 Zentimeter im Beet
  • Standort: voll- bis teilsonnig
  • Boden: humos bis sandig-lehmig, Kräuter-/Gemüseerde
  • Gießen: gleichmäßig feucht
  • Düngen: Kompost, organischer Gemüsedünger
  • Ernten: Pflücksalat 6 Wochen nach der Aussaat

Aussaat: Um Radicchio anzubauen, benötigt man keinen Garten, er wächst gut als Pflücksalat im Kasten oder Kübel. Bereits 6 Wochen nach der Aussaat können dort die ersten Blätter geerntet werden.

Gesät werden kann ab Mai direkt ins Beet. Mit dem Vorziehen im Haus beginnt man Ende März bis Anfang April.

Die Saattiefe sollte einen Zentimeter betragen. Als Substrat für die Anzucht und den Anbau im Topf eignen sich Aussaat-, Kräuter- und Gemüsemischungen.

Radicchio-Sämlinge

14 Tage alte Sämlinge.

Die ersten Samen können, je nach Temperatur, bereits nach 3 Tagen keimen. Ich säe zumeist eng und lichte die Reihen nach und nach aus, sodass nur die großen Pflanzen übrigbleiben.

Im Topf vorgezogene Exemplare kommen in den Garten, wenn sie 5 bis 10 Zentimeter hoch sind.

Im Beet benötigen sie einen Mindestabstand von 30 Zentimeter. Im Topf oder Kübel dürfen sie enger sitzen, wenn regelmäßig Blätter geerntet werden.

Radicchio-Jungpflanzen

4 Wochen alte Jungpflanzen.

Standort: Radicchio gedeiht am besten an einem Standort, der ihm für mindestens 3 Stunden täglich Sonne bietet.

Boden: Ideal ist ein humoser bis sandig-lehmiger Boden.

Gießen: Die Erde sollte gleichmäßig feucht sein. Pflanzen die im Topf wachsen, müssen während der heißen Sommerwochen täglich gegossen werden.

Düngen: Zur Düngung verwende ich Komposterde, die im Herbst auf die Beete kommt. Pflanzen im Topf oder Kübel müssen nicht gedüngt werden – wenn frische Erde verwendet wurde. Substrate für Kräuter und Gemüse sind vorgedüngt.

Schnecken: Wenn sie nichts zarteres finden, wird Radicchio auch von Nacktschnecken angeknabbert. Jungpflanzen lassen sich durch Schneckenringe (Bild oben) schützen. Bei großen Exemplaren finden die schleimigen Kriecher über die zum Teil flach wachsenden Außenblätter ihren Weg ins Salatherz.

Radicchio-Rosso-di-Chioggia

Radicchio „Rosso di Chioggia“ aus dem Supermarkt.

Steckbrief

Beim Radicchio handelt es sich, wie übrigens auch beim Chicorée, um eine Form der Zichorie (Gemeine Wegwarte, Cichorium intybus). Er zählt zur Familie der Korbblütler und ist nahe mit dem Löwenzahn, Gartensalat und der Schwarzwurzel verwandt.

Es werden einige Sorten angeboten, von denen „Radicchio Rosso di Chioggia“ am bekanntesten sein dürfte. Sie zählt zum Standartsortiment von Supermärkten und Discountern.

Charakteristisch für Radicchio sind sein herb-bitteres Aroma und die bissfesten Blätter. Er kann kalt, zum Beispiel in einem gemischten Blattsalat oder gedünstet verzehrt werden.

Das Aroma der rotblättrigen Sorten ist bitterer als das der grünen. Das gilt auch für die äusseren Blätter. Durch das Garen geht ein Teil der Bitterstoffe verloren.

Die Wurzel eignet sich ebenfalls für die Verwendung in der Küche.

Cichorium intybus

Cichorium intybus (Gemeine Wegwarte) ist die Wildform von Radicchio und Chicorée. Die blau blühende Form ist häufig anzutreffen …

Cichorium intybus

… im Gegensatz zu den rosa oder weiß blühenden Formen.

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