Winter-Estragon (Tagetes)

Tagetes lucida, Korbblütler (Asteraceae)

Winter-Estragon

Anbau
  • Standort: sonnig bis absonnig im Garten, vollsonnig im Zimmer
  • Gießen: antrocknen lassen, mäßig feucht im Winter
  • Dünger: organischer Gemüsedünger
  • Substrat: Blumen- oder Gemüseerde
  • Überwintern: bei 5-10 °C. Soll kurzfristig ein paar Minusgrade vertragen, dann erfrieren aber die oberirdischen Triebe.
  • Vermehrung: Samen, Stecklinge

Kurzporträt

Der Winter-Estragon (Tagetes lucida) zählt zur großen Familie der Korbblütler (Asteraceae) und stammt aus Mittelamerika. Am botanischen Namen lässt sich erkennen, er ist nahe mit den Studentenblumen (Tagetes) verwandt.

Nicht ganz so enge Familienbande verbinden ihn mit dem „echten“ Estragon (Artemisia dracunculus), der ebenfalls zu den Korbblütlern zählt, aber in Europa und Eurasien heimisch ist.

Im Aroma sind sich die beiden Arten ähnlich, die Blätter schmecken nach Anis mit einer leichten Schärfe im Abgang. Tagetes lucida bietet den Vorteil, dass er seine Blätter im Winter behält und ganzjährig beerntet werden kann.

Weitere Namen: Gewürztagetes, Yauhtli.

Verwendung: Winter-Estragon eignet sich zum Verfeinern von Salaten, Gemüsegerichten, Süßspeisen aber auch für Milchshakes und Cocktails.

Lagern: kann eingefroren oder getrocknet werden.

Heilwirkungen: soll entspannend und bei Erkältungen unterstützend wirken.

Winter-EstragonYauhtli

Anbau

Tagetes lucida ist mehrjährig, in unseren Breiten aber nicht ausreichend winterhart und muss im Kübel kultiviert werden.

Dafür ist ein Standort ideal, der dem bis zu 80 Zentimeter hoch werdenden Korbblütler mindestens 3 Sonnenstunden täglich bietet.

Als Substrat eignet sich Blumen- oder Gemüseerde, ich verwende eine torffreie Variante. Die ist in der Struktur gröber als die torfige und kann die Feuchtigkeit nicht so lange halten.

Auf der sicheren Seite ist, wer die Erde zwischen den Wassergaben an-, aber nicht austrocknen lässt. Staunässe kann zum Verfaulen der Wurzeln führen. Bei Ballentrockenheit werden die Blattränder braun und die Knospen abgeworfen.

Gedüngt wird der Winter-Estragon frühestens ein Jahr nach dem Umtopfen. Bei mir haben sich organische Gemüsedünger bewährt, die flüssig oder als Pellets zu erhalten sind.

Ich verabreiche von April bis September einmal im Monat die flüssige Variante. Es ist übrigens nicht schlimm, wenn man das Düngen ab und öfters vergisst.

Überwintert wird am besten frostfrei, damit die Blätter nicht abfrieren und weiter geerntet werden können.

Der Standort sollte hell, aber kühl sein, bei Temperaturen zwischen 5 und 10 °C. Die Erde hält man mäßig feucht, ohne das sie austrocknet.

Man kann Tagetes lucida auch wärmer über den Winter bringen. In der beheizten Wohnstube wird er gerne von Schädlingen, wie zum Beispiel Spinnmilben oder Wollläusen befallen.

Tagetes & Estragon

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