Echter Salbei

Salvia officinalis, Lippenblütler (Lamiaceae)

Echter Salbei

Anbau
  • Standort: voll- bis teilsonnig, Steingarten, Trockenbeet
  • Substrat & Boden: Kräuter-/Gemüseerde mit Sand, Bimskies, durchlässiger sandiger oder kiesiger Boden
  • Gießen: antrocknen lassen, mäßig feucht im Winter
  • Dünger: im Kübel gelegentlich organischer Gemüsedünger
  • Überwintern: winterhart je nach Sorte bis -15 °C im Garten, im Kübel max. bis -10 °C
  • Vermehrung: Samen, Stecklinge

Kurzporträt

Der Echte Salbei (Salvia officinalis) ist ein beliebtes Küchen- und Heilkraut, macht aber auch im Garten eine gute Figur. Je nach Sorte, besticht er mit silbrigen, grün-weißen sowie grün-gelben Blättern, lila, rosa oder weißen Blüten.

Leider ist er bei uns nicht ausreichend winterhart. Ab -15 °C wird es kritisch, einige der buntlaubigen Sorten vertragen noch weniger Frost. Sie müssen im Kübel gepflegt und geschützt überwintert werden, wenn man länger an ihnen Freude haben möchte.

Verwendung: Der Echte Salbei kann zum Verfeinern von Fleisch- oder Gemüsgerichten verwendet werden. Frische Blätter, kurz in Olivenöl frittiert, schmecken übrigens sehr lecker.

In der Naturheilkunde wird er unter anderem gegen übermäßiges Schwitzen sowie zum Gurgeln bei Entzündungen eingesetzt.

Lagern: Frische Triebe halten sich ungefähr eine Woche im Kühlschrank und 2 Wochen im Wasserglas. Kann getrocknet oder eingefroren werden.

Nebenwirkungen: Nicht während Schwangerschaft, Stillzeit oder über einen längeren Zeitraum einnehmen.

Salvia officinalisSalbei

Anbau im Garten

Standort: Seiner mediterranen Herkunft entsprechend, benötigt der Echte Salbei einen sonnigen und warmen Standort. Optimal ist ein Plätzchen, an dem er für mindestens 4 Stunden täglich besonnt wird.

Boden: Damit die Wurzeln während unserer gerne dauernassen Winter nicht verfaulen, sollte der Boden durchlässig sein. Schwere und sehr lehmige Erde kann mit Sand und feinem Kies aufgelockert werden.

Gießen: Die ersten Wochen nach dem Pflanzen muss regelmäßig gegossen werden. Etablierte Exemplare vertragen kurze Trockenperioden. Für eine üppige Ernte hält man den Boden gleichmäßig bis mäßig feucht.

Düngen: Salvia officinalis kann im Beet gelegentlich etwas Komposterde oder organischen Gemüsedünger erhalten.

Das hier gezeigte Exemplar habe ich in 5 Jahren nicht einmal gedüngt, es wächst trotzdem wie bescheuert.

Überwintern: Die Winterhärte richtet sich nach der Sorte. Die robusten vertragen Frost bis ungefähr -15 °C. Ein Teil ihrer Blätter und Triebe erfrieren im Winter. Wird es kälter, können alle oberirdischen Pflanzenteile absterben. Mit etwas Glück erscheinen im Frühjahr neue.

Schneiden/Ernten: Der Echte Salbei ist immergrün, einzelne Blätter dürfen ganzjährig geerntet werden. Am meisten Aroma sollen sie kurz vor der Blüte enthalten.

Zurückgeschnitten werden kann er im Frühjahr sowie nach der Blüte. Kahl sollte man ihn nicht in den Winter gehen lassen.

Küchen-Salbei

Küchen-Salbei nach einem heftigen Winter.

Salbei im Kübel

Substrat: Für den Anbau von Salbei im Kübel eignet sich ein durchlässiges Substrat. Gut funktioniert eine Mischung aus Kräuter-/Gemüseerde, Sand und Bimskies im Verhältnis 2:1:1.

Gießen: Während der Wachstumzeit kann durchdringend gegossen werden. Es gibt solange Wasser, bis die Erde sich damit vollgesogen hat. Bis zur nächsten Wassergabe lässt man sie fast austrocknen.

Düngen: Im ersten Jahr nach dem Umtopfen ist keine Düngung erforderlich, da handelsübliche Pflanzsubstrate vorgedüngt sind. Anschließend kann, je nach Zustand der Erde, von April bis September 4- bis 8-wöchentlich organischer Flüssigdünger verabreicht werden.

Überwintern: An einem kühlen und hellen Plätzchen, bei Temperaturen um 5 °C. Das Substrat hält man mäßig feucht, es gibt nur soviel Wasser, dass es nicht austrocknet.

Salbei kaufen

An den ganzjährig in Supermärkten erhältlichen Salbeitöpfchen hat man nur wenig Freude. Diese Pflanzen schmecken nach nichts und sind schwach. Dafür kann man in ihrer Erde einiges entdecken – siehe die beiden linken Bilder in der obigen Galerie.

Kräftige Exemplare von robusten Sorten gibt es im Fachhandel bereits ab 3,50 €.

Vermehren

Am besten gelingt die Nachzucht aus verholzten Stecklingen. Sie werden gleich nach dem Schnitt in gleichmäßig feuchte Erde gesteckt und sollten bis sie angewachsen sind, hell, aber vor Prallsonne geschützt stehen.

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